Mrz 022017
 

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Wie du bestimmt schon bemerkt hast, geht es in meinem Blog oft um die Themen, die mich selbst aktuell beschäftigen. Und so geht es auch in meinem Leben gerade darum, mutig genug für ein „Lebewohl“ zu sein (siehe letzte Botschaft).

Denn Lebewohl sagen wir nicht nur zu einem Menschen. Viel öfter ist es an der Zeit loszulassen, wenn es um Vorstellungen, Aufgaben, Werte, Lebensphasen geht.

Mutter zu werden bedeutet beispielsweise – neben dem unvorstellbaren Zugewinn, den man geschenkt bekommt – ebenso Abschied nehmen, von einem weitgehend selbstbestimmten Leben. Plötzlich bestimmt da ein kleines Menschlein über den Großteil der eigenen Zeit.

Dies ist sicher einer der Hauptgründe, warum viele Menschen ihre Mutter-/Vater-Rolle als ihre „Hauptrolle“ im Leben sehen. Doch wäre Dein Leben eine Bühne und Du hättest die verschiedensten Rollen in diesem Stück, hieße Deine Hauptrolle nichtsdestotrotz immer noch „Du selbst“ zu sein.

Es ist also wichtig, Lebewohl zu alten Vorstellungen, Aufgaben oder Lebenskonzepten zu sagen, wenn es eben nun mal nicht mehr möglich ist, einen Großteil der täglichen Stunden in berufliche oder private Herzprojekte zu stecken. Mir tut es gut zu sagen: „Willkommen neuer Lebensabschnitt, es ist ok, dass ich nun dies oder jenes in einem geringerem Zeitumfang mache. Lebewohl zu einem Leben in Zweisamkeit, nun gilt es die Dreisamkeit zu meistern und zu genießen.“

Doch auch wenn ich zu meinem alten Lebensabschnitt als „Nicht-Mutter“ nun Lebewohl gesagt habe, ist es wichtig niemals Lebewohl zu meinen eigenen Bedürfnissen zu sagen, denn nur so werde ich auch meiner Mutter-Rolle langfristig kraft- und freudvoll nachgehen können. Es ist wichtig, mir trotz der vielen neuen Aufgaben immer wieder Möglichkeiten zu schaffen, um nicht nur Mutter, sondern auch weiterhin „Ich selbst“ zu sein.

Das gilt natürlich nicht nur für Väter und Mütter, auch ein neuer Job oder eine andere herausfordernde, Zeit intensive Rolle im Leben kann einen dazu verleiten, sich selbst zu vernachlässigen.

Doch wer sagt „Ich habe einfach keine Zeit mehr für mich.“, der betrügt sich selbst um seine eigenen Bedürfnisse.

Nicht die Aufgaben entscheiden darüber, ob wir uns etwas Schönes, Erholsames, Erfüllendes für uns selbst gönnen, sondern vor allem unser eigener Wille und unsere Einstellung zu unseren Aufgaben.

Denn wie heißt es so schön:


Love it, leave it or change it!

Liebe (akzeptiere) es, verlasse es oder verändere es!

 

Wenn es Dir also nicht gefällt, zu wenig Zeit für Deine Herzenswünsche und Bedürfnisse zu haben, sag nicht „Lebewohl“ zu Dir selbst. Verabschiede Dich stattdessen lieber von einem perfekten Haushalt, von Pflichtverabredungen/-veranstaltungen, die Dir nicht gut tun / nicht wichtig sind, oder von unliebsamen Aufgaben, Ämtern und Rollen, die vielleicht heute nicht mehr den Stellenwert für dich haben, wie sie ihn früher einmal hatten.

Frag Dich immer wieder, was dir wirklich, wirklich wichtig ist. Was oder wem möchtest Du deine kostbare Lebenszeit Tag für Tag widmen?

Vielleicht lässt sich ja auch die eine oder andere wichtige, bzw. unausweichliche Aufgabe so verändern, dass sie gleichzeitig Deinen eigenen Bedürfnissen gerecht wird?

Lässt sich die Wäsche beispielsweise mit ein wenig guter Musik leichter abhängen? Kann man die Baby-Bauchweh-Tragezeit mit ein wenig Tanzen oder Rückbildungsgymnastik verbinden? Wie wäre es mit einem schönen Hörbuch auf dem Weg zur Arbeit? Warum nicht einfach mal den Fernseher auslassen und stattdessen ein entspannendes Bad nehmen?

Welche Lebensfreude gönnst Du Dir heute? Was möchtest Du heute für Dich tun, das sonst immer auf morgen, aufs Wochenende, auf den Urlaub geschoben wird?

Du hast es selbst in der Hand! :-)

Ich freu mich, wenn Du mir Deine heutigen „Tut-mir-gut-Taten“ via Kommentar unter diesem Blog-Beitrag verrätst.

Alles Liebe und „lebensfreudige“ Grüße
Deine Karima Stockmann

PS: Da sich immer wieder Leser bei der Mitmach-Aktion für Mila (klick) beteiligen, auch an dieser Stelle nochmals mein herzliches Dankeschön:

Vielen, vielen Dank für Eure lieben Glückwünsche per Kommentar, E-Mail, etc. und natürlich auch für die wunderbare Post, die unsere kleine Mila bereits erreicht hat. Eure Briefe und Karten an die neue Mitbewohnerin haben uns nicht nur ganz viel Freude, sondern auch ein amüsantes Gespräch mit dem neugierigen Postboten geschenkt…

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  2 Kommentare zu “Selbstbestimmt statt fremdbestimmt: Tut-mir-gut-Taten”

  1. Liebe Karima,

    herzliche Glückwünsche zu Eurer kleinen Tochter und für Euch viele glückliche Stunden miteinander.

    Großen Dank für Deine Beiträge.

    Der heutige Beitrag paßt sehr gut heute auf mich, da ich ein Ehrenamt aufgab bei welchem ich nur verspottet wurde. Passe nun einmal besser zur Betreuung von psychisch kranken älteren Menschen.
    Und nicht zu unzufriedenen Hausfrauen welche in einem Fort jammern spüren sie ihre Einzelteile.
    Werde demnächst 70 Jahre alt und freue mich über jeden Tag an dem ich noch mobil bin.

    Liebe Grüße an Euch

    Helen

    • Liebe Helen, auch Dir an dieser Stelle noch ein Dankeschön für deine lieben Wünsche und Worte! Ein schönes Beispiel beschreibst du da….wie schön, wenn es immer wieder gelingt, auf sich Acht zu geben und Veränderungen in Gang zu bringen, die einem gut tun.
      Liebe Grüße zurück und einen super „mobilen“ Tag :-)
      Karima

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