Highlights: Südwestliche Thai-Inseln (Andamanensee)

 

Anreise

thai-westWer auf der Andamanen-Seite weit in den Süden Richtung Malaysia und möglichst wenig per Boot/Schiff unterwegs sein möchte, der sollte sich am Zielflughafen (Krabi/Trang/Phuket) über „Minibusse“ erkundigen. Diese Variante ist sehr kostengünstig, setzt jedoch auch etwas Abenteuerlust und Improvisationstalent voraus, da man je weiter man in den Süden kommt in der Regel wenig bis gar keine Touristen antrifft und es auch keine geplanten Touren gibt (Stand ca. 2012).

Natürlich gibt es hier auch Inlandsflüge nach Trang oder sogar in den Norden von Malaysia (Langkawi). Letzteres bietet sich auch für diejenigen an, die sich von Süden nach Norden ‚vorarbeiten‘ möchten und generell Touristenzentren meiden möchten – nahe der malaysischen Grenze ist es nämlich ruhiger im Verhältnis zu den Inseln nahe Phuket. Auch wenn leider auf fast allen Inseln immer mehr Luxus-Resorts die charmanten und einfachen Unterkünfte verdrängen, so gibt es doch viele wundervolle Strände und Plätzchen zu entdecken.

Unser persönlicher Favorit für die Anreise: Deutschland – Bangkok > Bangkok – Krabi. In Krabi kann man dann super 1-2 Nächte zum Aklimatisieren verbringen. Allerdings sollte man hier am besten im Vorfeld ein passendes Zimmer reservieren, da die Auswahl an schönen Unterkünften nicht sehr groß ist.

 

Tipps für Krabi – bevor es auf die Inseln geht:

  1. Abendessen auf dem Night-Market in Hafenähe – ein absolutes Erlebnis umringt von Thai-Familien Essen, manchmal haben Plastikstühle doch Charme :-)
  2. Frühstück oder Mittagessen bei „May and Mark“ – absolut lecker und preiswert – unglaubliche Auswahl – alles selbst gemacht von einem reizenden älteren chinesischem Ehepaar, was auch jederzeit für sämtliche individuelle Reiseplanung zur Verfügung steht (z.B. total entspannt Fähre hier buchen oder auch Minibus-Fahrt Richtung Trang auf dem Festland). siehe auch: Tripadvisor May and Mark
  3. Tagsüber: auf den Markt im Zentrum gehen und günstig leckere, frische Früchte kaufen
  4. Roof-Top-Terrasse des Pak-Up-Youth-Hostels: super um den Abend ausklingen zu lassen, Abendessen sollte man allerdings vorher woanders 😉 Wer keine Scheu gegen Mehrbettzimmer hat, findet hier eine kostengünstige und ultra-moderne Übernachtungsmöglichkeit unter Rucksackreisenden.

Achtung: Die Halbinsel Rai Leh wird von Krabi gern als Tagesausflug angepriesen. Bist Du Kletterer, dann findest Du hier Deinen Himmel auf Erden und solltest auch durchaus ein paar Tage bleiben. Für alle Anderen gilt: überteuerte Location und völlig überlaufene 2 Strände, die erst abends, wenn die Tagesausflügler ihre Zelte abreißen, ihren Charme entwickeln können. Für Nicht-Kletterer als Tagesausflug also keine Empfehlung.

 

Inseln Andamanenmeer

Koh Phuket, Koh Lanta, Koh Phi Phi oder eine der vielen kleineren Inseln wie Koh Kradan oder Koh Hai bieten vielfältige Möglichkeiten seinen Urlaub zu verbringen. Hier ist von Pauschaltourismus bis zu völliger Abgeschiedenheit für jeden etwas dabei. Koh Phuket ist die größte und auch touristischste Insel – oder besser gesagt Halbinsel – und bietet sich vor allem als Ende oder als Anfang einer Reise an, um von dort mit dem Boot zu den anderen Inseln in der Andamanensee zu gelangen.

Shopping-Tipp: am Ende der Reise 1-2 Tage hier verbringen und etwas entspannter und fast genau so günstig wie in Bangkok in Phuket Town shoppen gehen. Die Stadt ist in einigen Teilen durchaus sehenswert, haben doch die Portugiesen mit ihren Kolonialbauten auch in diesem Teil der Erde ihre Spuren hinterlassen.

Koh Phi Phi, die Insel aus dem Film „The Beach“ gehört mittlerweile nicht mehr zu unseren Reisehighlights – nach schönen Locations muss man hier jetzt lange suchen, es ist teuer geworden und stellt eine echte Partyinsel dar. Selbst die Thailänder scheinen das Geldbringende Partyvolk langsam satt zu haben, so dass wir hier im Land des Lächelns auch des Öfteren auf recht unfreundliches Personal getroffen sind. Und das ist unseren Erfahrungen nach tatsächlich eher die Ausnahme in Thailand.

Koh Lanta ist zwar auch bereits sehr touristisch, jedoch unser Meinung nach durchaus charmanter als Phuket oder Koh Phi Phi. Es gibt eine große Auswahl an Unterkünften aller möglichen Preisklassen. Und auch und wenn man etwas danach suchen muss, findet man Sie hier: Abgeschiedenheit und Plätze zum entspannen, vor allem im südlichen Teil. Denn die Zubringer-Fähren setzen nur im Norden über und so haben sich nördlich vor allem die Touristenhochburgen angesiedelt. Die Autofähre hat jedoch auch den Vorteil, dass man bequem samt Mietwagen auf die Insel kommen kann. Es ist nur ein kurzer Sprung und nicht sehr weit vom Flughafen Krabi entfernt. Von hier aus (dann natürlich ohne Mietwagen) bietet sich die Weiterreise mit dem Boot/Schiff zu den kleineren Inseln Richtung Süden an. Vom Süden der Insel fahren zwar keine Fähren, dafür jedoch Speedboote und Longtails, so dass man sich den langen Weg in den Norden spart, um auf die naheliegenden Inseln Koh Mook, Koh Kradan und Koh Hai überzusetzen.

Bitte bedenken (v.a. für Familien mit kleinen Kindern): das nächste Krankenhaus oder selbst der nächste Arzt sind zum Teil 3-4 Autostunden entfernt.

 

Unsere Highlights auf den Inseln

Koh Mook:

Emerald Cave – hier schwimmt man vom Wasser aus durch eine Höhle und taucht je nach Wasserstand kurz unter Felsen durch in die nach oben offene Bucht mit kleinem eigenen Strand. Man kann hier Baden und einfach etwas verweilen. Vor allem das hin und zurück schwimmen/tauchen ist hierbei besonders spannend, da das Meer von unten her besonders intensiv türkis leuchtet. Früher sollen hier Piraten ihre Beute versteckt haben. Wir raten unbedingt dazu den Tripp nicht zu den „Hauptzeiten“ zu unternehmen und nur mit einer kleinen Gruppe, da das Erlebnis sonst nur halb so schön ist.

Koh Hai:

Eine spannende Wanderung durch den Dschungel zur anderen Seite der Insel – hier kann man einfach aber gut und günstig Mittagessen und es gibt einen sehr schönen Strand. Schöne Schnorchelspots in ca. 100-200m vom Strand. Beim Trip durch den Dschungel aber bitte die Augen offen halten, hier gibt es Schlangen als Weggefährten. Am besten deshalb geschlossene Schuhe und lange, leichte Kleidung als Schutz vor den Moskitos.
Unser Lieblingsresort auf Koh Hai: das Coco Cottage. Es gibt freundliches Personal, leckeres Essen und schöne, saubere Bungalows. Allerdings sollte man keinen breiten Sandstrand erwarten.

Koh Kradan:

Hier haben wir den bisher schönsten Strand unserer Thailandreisen entdeckt – ein absoluter Traum! (Wir hoffen, dies ist nach knapp 4 Jahren immer noch so…) Die Insel ist klein und es gibt nur wenige Möglichkeiten zum Übernachten, z.B. das Kalume Village; auch als Tagesausflug von Ko Hai möglich oder anders herum.

Tipp für die kleinen Inseln: bitte unbedingt daran denken, dass es auf fast allen kleineren Inseln keinen Supermarkt und auch keinen Geldautomaten gibt. Die Hotels können zum Teil auch nur Barzahlung abwickeln. Also genügend Bargeld mitnehmen…sonst geht es euch so wie uns beim ersten Mal und ihr müsst extra auf’s Festland zum Geld abheben. 😉 Am besten auch gleich ein paar Flaschen Wasser und geliebte Lebensmittel mitnehmen, die es im Hotel vielleicht nicht gibt.

 

Unsere Lieblings-Reiseroute

Flug über Bangkok buchen mit direktem Anschlussflug nach Krabi; dort 1-2 Nächte verbringen – dann mit dem Taxi / Minibus nach Koh Lanta und ein paar Tage im Süden der Insel verbringen – von Koh Lanta weiter mit dem Speedboat oder Longtail nach Koh Hai (nur bei ruhigem Seegang mit den kleinen Booten) – je nach Reisezeit ein paar Tage auf Koh Hai im „Coco Cottage Resort“ (die Bungalows in der ersten Reihe mit eigenem Balkon sind ein Traum) – Tagesausflug zur Emerald Cave und nach Koh Kradan oder gleich auf Koh Kradan übernachten – wer länger Zeit hat fährt noch weiter Richtung Süden / Malaysia.

Rückreise via Fähre nach Phuket; hier 1-2 Nächte einplanen, wenn man noch shoppen möchte. Alternativ beim ersten Thailand-Urlaub direkt weiter nach Bangkok fliegen und hier noch 2-3 Tage einplanen für den Königspalast, diverse Wats (Tempel) und Buddha-Statuen, die schwimmenden Märkte, eine Tuk-Tuk-Fahrt, einen Besuch einer Roof-Top-Bar, etc. (Bangkok ist unserer Meinung als Abschluss besser wie als Start, weil man sich dann an Land und Leute gewöhnt hat und diese verrückte STadt dann besser genießen kann.)

Auch ein Highlight als Bangkok-Alternative/Zusatz: Ayutthaya – die einstige Königsstadt ist einen Besuch wert und lässt sich am besten mit dem Rad erkunden; Anreise nach Ayutthaya am besten mit dem Zug.

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