Aug 192014
 

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Die kleine Kurzgeschichte von gestern ist wie gesagt in meinem Urlaub entstanden, denn ich habe fast jede klare Nacht genutzt, um mich über die Vielzahl der Sterne über mir zu erfreuen. Hin und wieder wurde ich sogar mit einer Sternschnuppe überrascht. In der Nacht, in der ich allerdings selbst groß angekündigt hatte, den Perseiden-Schauer zu bestaunen, zog der Himmel zu und eine dicke Wolkendecke versperrte mir die Sicht auf meinen Sternschnuppenregen. Obwohl ich ihn dieses Jahr doch unbedingt zum 1. Mal erleben wollte…

Um 2 Uhr nachts stellte ich das 1. Mal den Wecker, um 4 Uhr ein weiteres Mal – immer sah ich voller Optimismus nach, ob der Himmel nun den Blick auf dieses besondere Schauspiel freigeben würde, doch kein Sternchen war am Himmel zu sehen. Und so kroch ich müde und etwas enttäuscht in mein Bett zurück.

Doch ich war nicht allein – die Mehrheit meiner Leser hatte scheinbar mit denselben hartnäckigen Wolken zu kämpfen. Eine Leserin schrieb mir am nächsten Tag eine kurze, aber so positive Nachricht, dass sie mir ein großes Lächeln damit ins Gesicht zauberte. Ihre Worte waren:

„Ich wollte dir heute morgen schon schreiben, denn ich habe gestern keine Sternschnuppe gesehen. Und was hab ich dann gemacht? Ich hab mir trotzdem was gewünscht. Und es war toll.“

Ich musste wirklich herzlich lachen und dachte mir: genau so ist es richtig! Ganz getreu dem Motto: Nur weil wir etwas nicht sehen, heißt es nicht, dass es nicht trotzdem passiert…

 

Es gibt Vieles im Leben, das nicht in unserem Ermessen liegt. Manchmal lassen sich eben auch Wolken nicht einfach weiterschieben – da hilft auch der ganze „lebensfreude-heute Optimismus“ nicht weiter 😉

Manche Dinge laufen eben anders als erwartet. Natürlich dürfen wir auch enttäuscht darüber sein, doch dann heißt es: akzeptieren und das Beste daraus machen….Wir können uns zum Beispiel trotzdem etwas wünschen, wir können an anderen Nächten nach vereinzelten Sternschnuppen Ausschau halten und/oder wir schreiben den Perseidenschauer 2015 einfach auf unsere „Löffel-Liste“  😀

Du hast immer noch keine Löffel-Liste (= 101 Dinge, die Du in Deinem Leben erleben möchtest, bevor du „den Löffel abgibst“)? Dann schnell hier ausdrucken und beginnen – es macht eine Menge Freude!

„Lebensfreudige“ Grüße
Deine Karima Stockmann

www.lebensfreude-heute.de (auf der Startseite gibt es alle Blog-Beiträge im Überblick)

 

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  4 Kommentare zu “Optimismus vs. Natur”

  1. Hallo Karima,
    am Abend des 12.08. haben mein Sohn und ich gegen 24 Uhr bereits einige wenige Sternschnuppen beobachtet. Er ist bis um 2.30 Uhr aufgeblieben und hat noch viele weitere Sternschnuppen gesehen…
    Liebe Grüße aus Norddeutschland

  2. Liebe Karima,

    mich berührt dieses Thema gerade sehr, denn für mich ist es die „Konfrontation mit dem wahre Leben“. Eine positive Grundeinstellung ist immer sehr hilfreich und dennoch müssen wir uns nicht vormachen, dass das bedeutet, dass alles so läuft, wie wir uns das ausgemalt haben, nur weil wir positiv eingestellt sind. Leben bedeutet, dass auch unvorhersehbare Dinge passieren, die uns auch teilweise enorm herausfordern. Manche davon sind selbst bei intensivem Optimismus alles andere als gut. Und nichts desto trotz sind es Herausforderungen, die uns eine Chance zum wachsen geben, eine Chance unser Mitgefühlt zu schulen, für die Menschen, denen es (auch) nicht gut geht, eine Chance unerkannte Stärken in uns zu entwickeln. Optimismus heißt für mich daher nicht, im Leben nur die Sonnentage sehen zu wollen und den Regen zu ignorieren, sondern darauf zu vertrauen, dass erstens der Regen auch eine Funktion hat und zweitens, dass auch dieser irgendwann vorbei ist und die Sonne wieder scheinen wird. Denn damit nehme ich das Leben wahrhaftig an wie es ist – eine Mischung aus Sonne und Regen.
    Gerne möchte ich hier noch mein Lebensmotto teilen, das sicher der eine oder andere kennt. Dieser Spruch (oder ursprünglich glaube ich war es ein Gebet) komprimiert für mich die gesamte Weisheit für ein wahrhaftiges und glückliches Leben:

    ich bitte um die Kraft die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    um die Gelassenheit für die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann
    und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden

    In diesem Sinne wünsche Ich allen Lebensfreude-heute-Lesern sowie natürlich Dir, liebe Karima, einen Tag voll Kraft, Gelassenheit und Weisheit

    Sandra

  3. Liebe Karima,es gibt Situationen die sehr schmerzhaft sind.Da ich ein Hoffnungsvoller Mensch bin,versuche ich immer aus jeder Situation das beste zu machen.Aber nicht alles was man sich wünscht und erbetet geht Erfüllung.
    Ja,Kopf nicht hängen lassen und nach vorne schauen und bloß sich nicht von den Gedanken fangen lassen,die einem ständig wiederholt alles vorenthalten was einmal war.Manchmal machen die einen verrückt.Mann muss sich kleine Ziele setzen und tgl.für alles danken was man hat und was man geschafft hat.
    Liebe Grüße Julia

    • Ja, liebe Julia, das hast du ganz wunderbar zusammengefasst. In kleinen Schritten dem Ziel entgegen, das ist wichtig. Und wenn man mal einen „schlechten Tag“ hat, ist es auch nicht schlimm…das darf sein….es ist eben kein Tag wie der andere und doch bietet jeder NEUER Tag die Chance, dass es ein „GUTER TAG“ wird.
      Ich wünsche allen Lesern, dass es heute viele Gelegenheiten zum dankbar und zufrieden sein gibt….
      Alles Gute und herzliche Grüße
      Karima

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